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Heute, am Karfreitag, betrachten wir das diesjährige Hungertuch.

Diese Bild wurde von der chilenischen Künstlerin Lilia Moreno Sanchez gestaltet.

Das Tuch besteht aus 3 Teilen. Schwarze Linien zeichnen das Röntgenbild eines Fußes, der mehrfach gebrochen ist. Dieser Fuß gehört zu einem Menschen, der bei einer Demonstration in Santiago de Chile auf dem „Platz der Würde“ von der Polizei schwer verwundet wurde. Der Fuß steht stellvertretend für alle Orte, an denen Menschen gebrochen und zertreten werden.

Das Hungertuch ist mit Kohle auf Krankenhauslaken gezeichnet.

Der Stoff ist faltig, an vielen Stellen zerschlissen, fleckig und staubig - wie das Leben.

Das Bild verweist in seiner Kargheit auf das Sterben Jesu und auf das Leiden der Menschen.

Dagegen stehen die goldene Farbe und die schlichten Blüten als Zeichen für Hoffnung und Liebe. Neben der Härte des Schmerzes sehen wir Schönheit und Hoffnung, Kraft und Leichtigkeit.

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ - dieser Vers aus dem Psalm 31 steht als Titel über dem Hungertuch.

Er beschreibt die Hoffnung des Glaubens und lässt uns an Aufbruch, Bewegung und Wandel denken. Aus der Enge der Angst und der Sorge können wir hinaustreten ins Weite und Kraft schöpfen für einen neuen Anfang.

Dabei lassen wir uns leiten von Jesus, der vom Leben spricht, auch im Angesicht des Todes,

der den Weg der Liebe gegangen ist bis zum Schluss, der uns bis heute ermutigt, diese Liebe zu leben, trotz allem.

Amen