Gedanken zum vorletzten Sonntag im Kirchenjahr 15. November 2020 (Volkstrauertag/Friedenssonntag)

15. November 2020 (Volkstrauertag/Friedenssonntag)                                                                                                                                                                                                                     

„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“2. Korintherbrief 5, 10a

Die Gedanken vom Ende der Zeit kommen in diesen Tagen verstärkt auf uns zu.Wie ist es, wenn Gott richtet?

Hätten wir eine Chance, wenn es nach unseren Maßstäben ginge?

 Friede sei mit euch von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen

Wir beten mit Worten aus Psalm 50:

Gott, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu

vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.

Unser Gott kommt und schweiget nicht.

Fressendes Feuer geht vor ihm her

und um ihn her ein gewaltiges Wetter.

Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle:

Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden;

denn Gott selbst ist Richter.

Opfere Gott Dank und rufe ihn an in der Not,

so wird er dich erretten, und du sollst ihn preisen.« Amen

Vielleicht mögen viele Menschen diese Zeit im November, am Ende des Kirchenjahres deshalb nicht, weil es ernste Themen sind, die uns auf die Pelle rücken. Das Ende der Vegetationszeit konfrontiert uns auch mit dem Ende unseres Lebens, die länger werdenden dunklen Abende breiten sich auch in uns aus und wir werden herausgefordert uns mit unserer dunklen Seite auseinanderzusetzten. Kein Wunder, dass wir in dieser Zeit gerne abtauchen und die Kerzen und Lichterketten schon mal hervorholen.

Aber wir spüren auch, wenn wir es zulassen, dass uns diese Zeit wieder zurechtrücken kann, dass sie uns wieder ins Lot bringt, dass sie uns erdet.

„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“ Mit diesem Vers aus dem 2. Korintherbrief haben die Kirchen über Jahrhunderte ihre Macht ausgespielt, den Menschen zugesetzt, ihnen mit dem Fegefeuer gedroht, Ängste verbreitet.

Wenn Gott richtet, haben wir in Erinnerung und von Generation zu Generation weiter transportiert, dann kann das nicht gut ausgehen, dann werden wir wie die Böcke auf die Linke Seite gestellt, so wie es das Gleichnis vom großen Weltgericht an diesem Sonntag im Matthäusevangelium berichtet. Wenn Gott richtet, dann werden wir abgeurteilt, disqualifiziert und vertrieben aus seiner Nähe.

Wenn Gott richtet, dann Gnade dir Gott... Ja, genau! Gnade dir Gott!

Wenn Gott richtet, dann sieht er uns so, wie wir sind, dann kann alles gekünstelte, alle Show von uns abfallen, dann können wir umkehren, weil wir selber erkennen, was wie wir eigentlich sein sollen – heil und gut. Gott richtet nicht so, wie wir richten würden. Er richtet uns neu aus. Er richtet uns aus auf den Weg der Barmherzigkeit und Liebe.

Das kann schmerzhaft sein, weil wir erkennen, wie sehr wir uns entfernt haben von Respekt und gegenseitiger Achtung, von Gerechtigkeit und Friedfertigkeit, von all dem, was Gott uns gezeigt hat, um ein menschliches Leben zu führen.

Gott richtet uns neu aus, damit wir anders weiter machen können als vorher.

Wenn wir uns von Gott ausrichten lassen, haben Gewalt und Missgunst keinen Platz mehr unter uns, dann finden wir Wege zum Frieden, können wir Gerechtigkeit erwirken, können wir uns stark machen für gegenseitigen Respekt. Gottes Gericht verurteilt nicht, es richtet auf zum Leben. Amen

Beten wir

 Wir beten für Menschen, die meinen, dass sie bei Gott keine Chance haben, weil ihr Leben voller Unzulänglichkeiten steckt.

Wir beten für Menschen, die andere beschweren damit, dass sie anscheinend wissen, wie Gottes Gericht aussehen wird.

Wir beten für Menschen, die sich auf Gott einlassen und neue Wege für sich entdecken.

Wir beten für uns, damit Gott uns neu ausrichten kann zum Frieden und zur Gerechtigkeit. Amen

Und nun segne euch Gott

 Gesegnet, selig seid ihr,

wenn ihr einfach lebt, wenn ihr Lieben lernt und Güte wagt. Gesegnet, selig seid ihr,

wenn ihr ehrlich bleibt, Frieden wagt und Unrecht spürt. Amen

„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“

2. Korintherbrief 5, 10a

Die Gedanken vom Ende der Zeit kommen in diesen Tagen verstärkt auf uns zu.

Wie ist es, wenn Gott richtet?

Hätten wir eine Chance, wenn es nach unseren Maßstäben ginge?

 

Friede sei mit euch von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen

Wir beten mit Worten aus Psalm 50:

Gott, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht.

Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter.

Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle: Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden;

denn Gott selbst ist Richter. Opfere Gott Dank und rufe ihn an in der Not,

so wird er dich erretten, und du sollst ihn preisen.« Amen

Vielleicht mögen viele Menschen diese Zeit im November, am Ende des Kirchenjahres deshalb nicht, weil es ernste Themen sind, die uns auf die Pelle rücken. Das Ende der Vegetationszeit konfrontiert uns auch mit dem Ende unseres Lebens, die länger werdenden dunklen Abende breiten sich auch in uns aus und wir werden herausgefordert uns mit unserer dunklen Seite auseinanderzusetzten. Kein Wunder, dass wir in dieser Zeit gerne abtauchen und die Kerzen und Lichterketten schon mal hervorholen.

Aber wir spüren auch, wenn wir es zulassen, dass uns diese Zeit wieder zurechtrücken kann, dass sie uns wieder ins Lot bringt, dass sie uns erdet.

„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“ Mit diesem Vers aus dem 2. Korintherbrief haben die Kirchen über Jahrhunderte ihre Macht ausgespielt, den Menschen zugesetzt, ihnen mit dem Fegefeuer gedroht, Ängste verbreitet.

Wenn Gott richtet, haben wir in Erinnerung und von Generation zu Generation weiter transportiert, dann kann das nicht gut ausgehen, dann werden wir wie die Böcke auf die Linke Seite gestellt, so wie es das Gleichnis vom großen Weltgericht an diesem Sonntag im Matthäusevangelium berichtet. Wenn Gott richtet, dann werden wir abgeurteilt, disqualifiziert und vertrieben aus seiner Nähe.

Wenn Gott richtet, dann Gnade dir Gott... Ja, genau! Gnade dir Gott!

Wenn Gott richtet, dann sieht er uns so, wie wir sind, dann kann alles gekünstelte, alle Show von uns abfallen, dann können wir umkehren, weil wir selber erkennen, was wie wir eigentlich sein sollen – heil und gut. Gott richtet nicht so, wie wir richten würden. Er richtet uns neu aus. Er richtet uns aus auf den Weg der Barmherzigkeit und Liebe.

Das kann schmerzhaft sein, weil wir erkennen, wie sehr wir uns entfernt haben von Respekt und gegenseitiger Achtung, von Gerechtigkeit und Friedfertigkeit, von all dem, was Gott uns gezeigt hat, um ein menschliches Leben zu führen.

Gott richtet uns neu aus, damit wir anders weiter machen können als vorher.

Wenn wir uns von Gott ausrichten lassen, haben Gewalt und Missgunst keinen Platz mehr unter uns, dann finden wir Wege zum Frieden, können wir Gerechtigkeit erwirken, können wir uns stark machen für gegenseitigen Respekt.

Gottes Gericht verurteilt nicht, es richtet auf zum Leben. Amen

Beten wir

 

Wir beten für Menschen, die meinen, dass sie bei Gott keine Chance haben, weil ihr Leben voller Unzulänglichkeiten steckt.

Wir beten für Menschen, die andere beschweren damit, dass sie anscheinend wissen, wie Gottes Gericht aussehen wird.

Wir beten für Menschen, die sich auf Gott einlassen und neue Wege für sich entdecken.

Wir beten für uns, damit Gott uns neu ausrichten kann zum Frieden und zur Gerechtigkeit. Amen

Und nun segne euch Gott

 

Gesegnet, selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt, wenn ihr Lieben lernt und Güte wagt.

Gesegnet, selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt, Frieden wagt und Unrecht spürt.

Amen